Stuttgart/Thüringen, 19.12.2003

33 neue Unimog-Geräteträger für TSI GmbH in Thüringen

  • 33 Mercedes-Benz Unimog U 500 mit Winterdienst-Geräten und GPS in Neustadt-Orla übergeben
  • TSI GmbH setzt bei der Unterhaltung und Instandsetzung des Straßennetzes in Thüringen voll und ganz auf Unimog und Lkw der Marke Mercedes-Benz

33 Geräteträger des Typs U 500 aus der Unimog-Produktlinie U 300 – U 500 sind am 15. Dezember 2003 von Joachim Maier, Leiter Vertrieb des Produktbereichs Unimog/Sonderfahrzeuge der DaimlerChrysler AG, an Ludwig Winter, Geschäftsführer der TSI GmbH (Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft mbH) mit Sitz in in Apfelstädt bei Erfurt, übergeben worden. Die Übergabe der leistungsstarken Trägerfahrzeuge mit einer Motorleistung von jeweils 231 kW (280 PS) hat bei der Unimog-Generalvertretung Beutlhauser in Neustadt-Orla stattgefunden. In jedem der 17 Thüringer Landkreise werden künftig jeweils zwei der neu angeschafften Unimog über das ganze Jahr hinweg im Einsatz sein.
Die Firma TSI ist seit nunmehr sieben Jahren in Thüringen für die Unterhaltung und Instandsetzung des Straßennetzes verantwortlich und setzt dabei voll und ganz auf Nutzfahrzeuge mit dem Mercedes-Stern. Der Geschäftsbereich Mercedes-Benz Lkw der DaimlerChrysler AG und die TSI arbeiten bereits seit Jahren erfolgreich zusammen, und so ist dies folglich auch nicht der erste Auftrag aus Thüringen: Bereits im Jahr 1998 sind erstmals 52 Unimog-Arbeitsmaschinen vom Typ U 1600 an die Firma TSI übergeben worden. Im gleichen Jahr folgten 62 Lkw vom Typ Actros 1835, die teilweise mit Ladekränen der Firma Hiab ausgerüstet und vornehmlich zur Er-ledigung der anfallenden Lade-, Transport- und Entsorgungsaufgaben sowie im Winterdienst eingesetzt werden. Die 1998 gelieferten Unimog aus der damaligen Schweren Unimog-Baureihe werden nun sukzessive von der seit Januar 2002 vollständig privatisierten TSI durch moderne Geräteträger des Typs U 500 ersetzt, wobei die ausschlaggebenden Argumente für die Fahrzeug-Auswahl das breite Einsatzspektrum sowie der hohe Auslastungsgrad der Unimog gewesen sind. Martin Daum, seit dem 1. April 2003 Leiter des Produktbereiches Unimog/Sonderfahrzeuge, ergänzt: „Wir freuen uns außerordentlich über den erneuten Auftrag aus Thüringen. Die Entscheidung der Verantwortlichen bei der TSI unterstreicht die hohe Professionalität und Marktakzeptanz unserer Geräteträger-Baureihe U 300 – U 500. Nicht zu vergessen die erstklassige Betreuung durch unseren Vertriebspartner vor Ort, die Unimog-Generalvertretung Beutlhauser aus Neustadt-Orla.“
Die 33 Unimog-Geräteträger werden mit leistungsstarken Streuautomaten des Geräte-Herstellers Küpper-Weisser geliefert, die ein Fassungs-vermögen von bis zu 4 m³ haben. Ab dem Frühjahr werden die Fahrzeuge dann für Mäh- und Pflegearbeiten mit den bereits bei der TSI vorhandenen Geräten umgerüstet. Im Sommer- wie im Winterdienst, also bei der Schneeräumung ebenso wie bei der rationellen Durchführung der Grünflächen-Pflege, können die neuen Unimog U 500 ihre konzeptbedingten Vorzüge voll ausspielen. Dazu trägt unter anderem die Wechsellenkung VarioPilot bei, die eine Durchführung der Mäharbeiten im Ein-Mann-Betrieb ermöglicht.
Die TSI GmbH wurde Ende 1996 durch eine Initiative des Freistaates Thüringen gegründet und ist dort mit der Unterhaltung des Straßennetzes – mit Ausnahme der Autobahnen - beauftragt worden. Sie hat sich zu einem Dienstleistungs-Unternehmen entwickelt, das sein Leistungsangebot in den vergangenen Jahren sukzessive zum überregionalen Lohnunternehmen ausgebaut hat und neben dem Freistaat Thüringen nunmehr auch weitere kommunale Kunden betreut. Echte Pionierarbeit wird bei der TSI GmbH durch eine Daten- und Leistungserfassung der einzelnen Fahrzeuge via Satellitenübertragung (GPS) sowie die daraus resultierende exakte Ermittlung und Ausweisung der Fuhrparkdaten geleistet.

Quelle: DaimlerChrysler Media Services
Eingestellt: Klaus Kaffler
 



Mercedes-Benz Unimog auf der “Agritechnica 2003”

 

Hannover, 10.11.2003


·        Premiere für den neuen U 400 Agrar mit mechanisch angetriebener Heckzapfwelle und Heckkraftheber

·        Einziger deutscher landwirtschaftlicher Traktor mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h

·        Agritechnica-Neuheit: Unimog als erster Geräteträger mit elektronisch automatisiertem Schaltgetriebe (AutomaticShift)

·        ISOBUS im Unimog: Weltweit standardisiertes System zur Bedienung sowie Steuerung von An- und Aufbaugeräten

·        Ausstellungsprogramm mit vier Fahrzeug-/Gerätekombinationen für landwirtschaftliche und kommunale Anwendungen

Die DaimlerChrysler AG, größter Nutzfahrzeug-Hersteller der Welt im Marktsegment > 6 t zGG, stellt auf der Agritechnica 2003, der europäischen Leitmesse für Landtechnik, vom 9. - 15. November 2003 in Hannover den neuen Mercedes-Benz Unimog U 400 A (= Agrar) vor. Dieses Fahrzeug ist ein Mitglied der Unimog-Produktlinie U 300 – U 500, die im Montagewerk Wörth (Rheinland-Pfalz), der größten Lkw-Produktionsstätte des Daimler­Chrysler-Konzerns in Europa, vom Band läuft. Der U 400 A ist der einzige deutsche landwirtschaftliche Traktor mit einer bauartbedingten Höchst­geschwindigkeit von 85 km/h.

Auf der Agritechnica 2003 zeigt der Produktbereich Unimog/Sonderfahrzeuge der DaimlerChrysler AG auf dem Mercedes-Benz-Messestand A 035 in Halle 6 mit vier Fahrzeug- und Gerätekombinationen einen repräsentativen Querschnitt durch sein Produktprogramm für die Landwirtschaft und Einsätze im öffentlichen Dienst und dokumentiert gleichzeitig seine Kernkompetenz im Spektrum kommunaler Aufgabenstellungen. So ist beispielsweise einer der ausgestellten Unimog-Geräteträger mit dem neuen elektronisch automatisierten Schaltgetriebe “AutomaticShift” zu sehen. Zwei weitere Unimog sind mit dem im Jahr 2002 erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellten ISOBUS-Bedien-Terminal ausgerüstet. ISOBUS ist eine weltweit standardisierte Daten-Schnittstelle zwischen Trägerfahrzeug und Anbaugeräten, mit der unter anderem der Gerätewechsel und die Bedienung gravierend vereinfacht werden können.

Seit dem Jahr 2000 wird für die Unimog-Baureihe U 300 - U 500 eine Geräte-System-Partnerschaft praktiziert, bei der Fahrzeuge und Geräte gemeinsam mit führenden Geräteherstellern im In- und Ausland entwickelt und erprobt wurden bzw. werden. Eine Vielzahl von Geräten sind davon bereits im Einsatz. Im Rahmen der Unimog-Geräte-System-Partnerschaft sind bereits in der fahrzeug- und geräteseitigen Entwicklungsphase sämtliche An- und Aufbaupunkte, Antriebe und Steuerungen für Geräte in Form standardisierter mechanischer, elektrischer, elektronischer, hydraulischer und pneumatischer Schnittstellen definiert worden.

Die Gerätehersteller-Firmen aus dem deutschsprachigen Raum, die in die Unimog-Geräte-System-Partnerschaft eingebunden sind, verfügen über langjährige Erfahrungen und haben bereits seit vielen Jahren eine intensive Zusammenarbeit mit dem Produktbereich Unimog/Sonderfahrzeuge der DaimlerChrysler AG praktiziert. Europaweit arbeitet der Produktbereich Unimog/Sonderfahrzeuge derzeit mit 15 Geräte-System-Partnern zusammen. Voraussetzung für eine Geräte-System-Partnerschaft sind vor allem innovative Techniken, die perfekt auf die Unimog-Geräteträger U 300, U 400 und U 500 abgestimmt sind, sowie ein wettbewerbsfähiges PreisLeistungs-Verhältnis.

Die Agrar-Variante U 400 A aus der geländegängigen Geräteträger-Baureihe U 300 – U 500

Die auf der Agritechnica erstmals gezeigte und speziell auf die Anforderungen im landwirtschaftlichen Einsatz zugeschnittene Agrar-Variante des Unimog-Geräteträgers U 400 mit der Typen-Bezeichnung U 400 A ist mit dem 170 kW (230 PS) starken ladeluftgekühl­ten 6-Zylinder-Turbodieselmotor OM 906 LA ausgestattet. Fahrzeugseitig verfügt der ausgestellte U 400 A über eine AS-Traktionsbereifung der Größe 445/70 R 24 sowie die vom Fahrerplatz aus bedienbare Reifendruck-Regelanlage “tirecontrol”.

Zu den Innovationen des ausgestellten Fahrzeugs zählen erstens eine überarbeitete, mechanisch angetriebene Heckzapfwelle der Firma Werner, zweitens ein neuer, verstärkter Heckkraftheber des Unimog-Geräte-System-Partners Söder, sowie eine höhenverstellbare Anhängekupplung der Firma Scharmüller aus Österreich. Mit der in der Agrar-Ausführung neu gestalteten Heckpartie des Unimog können insbesondere landwirtschaftliche Lohnunternehmer einen Großteil der täglich anfallenden Aufgaben erledigen:
Alle in der Landwirtschaft gebräuchlichen Dreipunkt-Geräte sowie Anhänger können problemlos aufgenommen und mit der für den Unimog charakteristischen hohen Transportgeschwindigkeit zum Einsatzort gebracht bzw. dort eingesetzt werden. Mit 170 kW (230 PS) Motorleistung, 40 kN Hubkraft in den Unterlenker-Koppelpunkten, 120 kW Dauerleistung an der Heckzapfwelle sowie austauschbaren und höhenverstellbaren Anhängekupplungen wird der U 400 A zum vielseitigen “Kraftpaket” für den überbetrieblichen Einsatz.

Die Agrar-Variante U 400 A aus der geländegängigen Geräteträger-Baureihe U 300 – U 500: Mit 170 kW (230 PS) Motorleistung, 40 kN Hubkraft in den Unterlenker-Koppelpunkten, 120 kW Dauerleistung an der Heckzapfwelle

Die speziell auf die Anforderungen im landwirtschaftlichen Einsatz zugeschnittene Agrar-Variante des Unimog-Geräteträgers

 


 

Durch die Überarbeitung der Heckzapfwelle hat die Firma Werner die Boden­frei­heit im Heckbereich deutlich verbessert und erreicht somit die in den Normen empfohlene Position des Abtriebsstummels. In dieser Variante erfüllt der Unimog alle Aufgaben eines Standard-Traktors und bietet darüber hinaus eine wesentlich höhere Transportgeschwindigkeit, eine größere Transportkapazität und einen deutlich verbesserten Fahrkomfort.
 

An der Frontanbauplatte des Unimog-Geräteträgers U 400 A ist ein bis zu 6 m weit ausfahrbarer Frontausleger des Typs UNA 600 angebaut, der aus dem Produktprogramm des Geräte-System-Partners Dücker stammt. An ihm ist eine Ast- und Wallheckenschere für Äste mit einer maximalen Stärke von 110 mm montiert. Mit diesem Gerät können selbst hohes Gebüsch oder Bäume bis zu einer Höhe von 6,6 m “in Form” geschnitten und Lichtraumprofile freigehalten werden. Die Auslegerarme des UNA 600 sind auf einem Verschiebeschlitten angebracht, der ein paralleles Versetzen des gesamten Arbeitsgeräts nach rechts oder links erlaubt. In Transportstellung werden die Auslegerarme vor dem Unimog zusammengeklappt. Die Arbeitsgeschwindigkeit liegt bei dieser Geräte-Kombination bei maximal 8 km/h.


Unimog U 400 (langer Radstand) mit einem
Holzhacker des Unimog-Geräte-System-Partners Dücker

Alternativ zu der Ast- und Wallheckenschere können am Frontausleger auch andere Arbeitsgeräte wie Schlegel- oder Gestrüppmähköpfe, Grabensohlen-Fräsen, Tunnelwaschanlagen etc. montiert werden. Die genannten Einsatzmöglichkeiten werden dann im Winter, wenn keine Mäh- und Schneidearbeiten mehr anstehen, ergänzt bzw. ersetzt durch ein Umrüsten des Unimog-Trägerfahrzeugs für leistungsintensive Winterdienst-Einsätze mit Schneepflug und Streuer.
 


Unimog U 400 (kurzer Radstand) mit einem
Front-Flächenmulcher des Unimog-Geräte-System-Partners Dücker


Hochdruck-Reinigungsgerät des
Unimog-Geräte-System-Partners Leistikow


Im Heckbereich ist bei dem auf der Agritechnica ausgestellten U 400 A ein Dücker-Holzhacker montiert. A
ngetrieben durch die mechanische Heckzapfwelle stehen enorme Leistungsreserven von bis zu 120 kW zur Verfügung, mit denen problemlos Astwerk und Holzstämme mit Durchmessern von bis zu 250 mm zerkleinert werden können. Selbstverständlich können auch bereits im Fuhrpark vorhandene Geräte eingesetzt werden. Bei der neuen Heckzapfwelle kann der Bediener zwischen Zapfwellen-Drehzahlen von 540/min oder 1 000/min auswählen. Die Umschaltung erfolgt elektropneumatisch und erlaubt die Anpassung an unterschiedliche Anbaugeräte und Einsatzbedingungen. Zum Beispiel lassen sich beim Einsatz von Flächenmulchgeräten in Landschafts-Schutzgebieten mit hohem und dichtem Wildkrautbestand hervorragende Flächenleistungen erzielen.

Zwei hydraulisch angetriebene Einzugswalzen, die durch eine in­tegrierte Hydraulik-Anlage versorgt werden, befördern das Astwerk zur Hackscheibe. Dort zerkleinern drei “Hackmesser” mit einem Scheiben-Durchmesser von jeweils 960 mm das Material in Holzschnitzel. Diese werden anschließend über die an der Tandem-Hackscheibe montierten Auswurfflügel in das Auswurfrohr befördert und dort bis zu 10 m weit ausgeworfen. Die Länge der Hackschnitzel ist über den Einzugswalzen-Vorschub von 6 mm bis 13 mm einstellbar. Die Hackleistung liegt bei stolzen 20 m³ pro Stunde.

Unimog U 400 für effiziente Mäheinsätze im Ein-Mann-Betrieb

Das rationelle und wirtschaftliche Mähen mit leistungsstarken Mähwerken ist vor allem bei Kommunen, kommunalen Lohnunternehmen und Dienstleistern ein Thema von großer Bedeutung. Die Unimog U 300, U 400 und U 500 bieten beste Voraussetzungen für die Durchführung von kombinierten Mäharbeiten im Ein-Mann-Betrieb. Vor allem die Unimog-Geräteträger U 300 und U 400 mit kurzem Radstand spielen hier eine tragende Rolle und sorgen in Verbindung mit leistungsstarken Front- und Heckausleger-Mähgeräten für eine schnelle und rationelle Arbeitsausführung. Beim Mähen der Randstreifen von Straßen und Feldwegen bietet das Kurzhauber-Fahrerhaus hervorragende Sichtverhältnisse nach vorn und zur Seite, wobei die Wechsellenkung VarioPilot zudem noch eine bestmögliche Sicht auf das Straßenbegleitgrün sicherstellt. Dank des kurzen Vorbaumaßes und der hohen nutzbaren Vorderachslast können an der Fahrzeugfront auch schwere Mähgeräte problemlos an den genormten Anbaupunkten der Frontanbauplatte aufgenommen werden. Der Antrieb der Mähgeräte erfolgt entweder mechanisch über die Frontzapfwelle oder hydrostatisch über die Leistungshydraulik VarioPower. Dabei kann durch die Verstellpumpe bei konstanter Fördermenge die Arbeitsgeschwindigkeit über das Fahrpedal geregelt werden.

Auf der Agritechnica 2003 ist ein Unimog U 400 mit ISOBUS-Bedien-Terminal, der elektronisch automatisierten Schaltung “AutomaticShift” und einer Mähkombination dargestellt, die speziell für den Lohnunternehmer-Einsatz vorgesehen ist. Sie stammt vom Unimog-Geräte-System-Partner Mulag und besteht aus einem Randstreifenmäher des Typs MRM 300 sowie einem Böschungsmäher MHU 800, der über einen Parallelogramm-Ausleger mit hydraulischer Radabstützung verfügt. Damit ist diese Kombination insbesondere für den kombinierten Mäheinsatz im Ein-Mann-Betrieb prädestiniert. Zu diesem Zweck ist das Trägerfahrzeug U 400 mit der Wechsellenkung

VarioPilot und der Leistungshydraulik VarioPower ausgestattet worden. Zu Demonstrationszwecken ist an diesem Fahrzeug zudem die eigens von DaimlerChrysler entwickelte Mähtür mit Parallelwischern, Scheibenwaschanlage und beheizbarer Verbundglas-Scheibe zu sehen. Der Bediener des Mähgeräts findet außerdem auf der Beifahrerseite einen drehbaren und in Stufen von 10° arretierbaren Arbeitsplatz vor, der ihm eine optimale Sicht auf den gesamten Arbeitsbereich verschafft.

Die mechanische, lastschaltbare Frontzapfwelle bietet bis zu 150 kW abnehmbare Leistung. Die Zapfwellen-Drehzahl kann in Abhängigkeit vom Gerät und der jeweiligen Arbeitssituation stufenlos durch Veränderung der Motordrehzahl von 540/min bis 1 000/min eingestellt werden. Eine Erhöhung bzw. Reduzierung der Motordrehzahl erfolgt über die serienmäßig eingebaute Tempo-Set-Regelung.

Unimog U 300 – leistungsstarke Kombination für rationelle

Arbeitseinsätze im Winterdienst
 

Mit ihren kompakten Abmessungen, vor allem dank der geringen Fahrzeugbreite von 2,15 m (U 300/U 400) bzw. 2,30 m (U 500), kommen die Unimog-Geräteträger bei winterlichen Straßenverhältnissen überall hin und überall durch – ob auf engen Pass-Straßen oder in verwinkelten Altstadtgässchen. Schneepflüge mit maximalen Räumbreiten von 2,6 m (U 300) bis 3,4 m (U 500) können angebaut werden. Ebenso lassen sich auf Grund der hohen nutzbaren Vor­der­achslast der Unimog U 300 – U 500 Feuchtsalz-Streuer mit einem Volumen von 2 m³ (U 300) bis 4 m³ (U 500) problemlos mitführen oder, in Verbindung mit ihrem extrem kurzen Vorbaumaß, auch schwere Schneepflüge an der Fahrzeugfront anbauen. Eine besondere Arbeitserleichterung ist dabei die Schneepflug-Entlastung. Damit kann der Schneepflug je nach Bedarf um einen wählbaren Anteil seines Gewichts entlastet werden. Dieser Gewichtsanteil wird auf die Vorder­achse des Unimog übertragen. Dies bewirkt zusätzlich zu der erhöhten Traktion und den verbesserten Lenk­ei­genschaften eine längere Standzeit der Verschleißschiene und ist somit ein Beitrag zu einer wesentlich höheren Gesamtwirtschaftlichkeit von Winterdienst-Arbeitskombinationen.

Mit dem “kleinsten” Vertreter der Unimog-Baureihe U 300 – U 500, einem Unimog U 300 mit ladeluftgekühltem 4-Zylinder-Motor (OM 904 LA) und einer Motorleistung von 110 kW (150 PS), wird auf der Agritechnica 2003 ei­ne wirtschaftlich attraktive Winterdienst-Kombination für den Kommunal- und Lohnunternehmer-Einsatz vorgestellt. Geräteseitig ist der Unimog mit einem neuen Schneepflug vom Typ Cirron SL 32 sowie einem Silostreuer des Typs Mitos FST 20 AT mit 2,0 m³ Fassungsvermögen ausgestattet. Beide Geräte stammen vom Geräte-System-Partner Schmidt Winterdienst und Kommunaltechnik (SWK) aus St. Blasien im Schwarzwald.

Selbstverständlich ist im Winter bei ungünstigen Witterungsverhältnissen auf verschneiten und eisigen Fahrbahnen der permanente Allradantrieb mit Differenzialsperren ein unabdingbares Muss und gleichzeitig eine der Hauptstärken der Unimog U 300 - U 500. Ein weiteres Plus ist die gute Spurüberdeckung beim Schneepflug-Betrieb. Damit bleiben die Hinterräder auch beim Schneeräumen in Kurven stets in der bereits geräumten Spur und laufen nicht aus diesem Bereich hinaus – der weggeräumte Schnee wird also nicht festgefahren. Der Fahrer hat durch die großen Fensterflächen und das kurze Vorbaumaß eine sehr gute Sicht auf den Schneepflug, und zwar sowohl beim Anbau als auch im Einsatz. Die beheizbare Windschutzscheibe und die beheizbaren Außenspiegel garantieren hervorragende Sichtverhältnisse auch bei noch so tiefen Temperaturen. Dem Streuer kommt die lange Unimog-Ladepritsche zugute. Damit können große Streu- und Feuchtsalzmengen mitgeführt und die Räumschleifen entsprechend länger angelegt werden.

Leistungsstarker Unimog-Geräteträger U 500 mit Dammann-Aufbauspritze
 

Der stärkste Vertreter der geländegängigen Geräteträger U 300 – U 500, ein Unimog U 500 mit dem 6-Zylinder-Turbodieselmotor OM 906 LA und einer Motorleistung von 205 kW (280 PS), ist mit einer Aufbauspritze des Typs UGNP 2927 der Firma Herbert Dammann aus Buxtehude-Hedendorf versehen. Das Fassungsvermögen von 2 900 Liter reicht - je nach Ausbringmenge - für eine Fläche von bis zu 20 Hektar ohne “Tankpause”.

Der Antrieb der Aufbauspritze erfolgt hydraulisch und wird elektronisch gesteuert. Die Pumpe mit einer Leistung von 250 l/min sorgt für den nötigen Druck beim Ausbringen der Spritzbrühe. Der Abstand zwischen den pneu­matisch schaltbaren Tandem-Düsenträgern mit Düsen-Rückspülleitung beträgt 50 cm. Das 27 m breite Spritzgestänge lässt sich hydraulisch/mecha­nisch für den Transport einklappen. Die Auf­bau-Spritzanlage verfügt zudem bereits serienmäßig über einen elektropneumatisch operierenden Hangausgleich.


AutomaticShift: Spürbare Arbeitserleichterung im Unimog
Zwei wegweisende Entwicklungen auf dem Gebiet der Antriebstechnologie sowie des Fahrzeug- und Geräte-Managements zählen zu den technischen Highlights des Mercedes-Benz-Ausstellungsprogramms in Hannover: AutomaticShift und ISOBUS sind wesentliche Schritte zur Arbeitserleichterung beim Fahren und Arbeiten mit dem Unimog.

Das über einen CANBUS gesteuerte elektronisch automatisierte Schaltgetriebe “AutomaticShift” ist auf dem Mercedes-Benz-Stand am Beispiel des Unimog U 400 mit einer Mulag-Mähkombination zu sehen. Es funktioniert ähnlich wie die bereits aus den Mercedes-Benz-Schwerlastwagen der Actros-Baureihe bekannte Elektronisch Automatisierte Schaltung (EAS). Es automatisiert alle Kupplungsvorgänge und steuert so selbsttätig das Einkup­peln beim Anfahren, das Auskuppeln beim Anhalten sowie das Auskuppeln, Schalten und Einkuppeln beim Gangwechsel. Dies hat eine erhebliche Ent­lastung des Unimog-Fahrers bei allen schaltintensiven Einsätzen und damit ein Plus an Sicherheit zur Folge: Der Lenker des Fahrzeugs kann sich voll und ganz auf seine eigentliche Aufgabe – das Fahren – konzentrieren, und seine Hände bleiben während der Arbeit stets am Lenkrad.

Mit AutomaticShift kann der Fahrer jederzeit zwischen automatisierten und manuellen Schaltvorgängen wählen, betätigt dazu aber nur noch zwei Pedale: Das Fahr- und das Bremspedal im Fußraum der Fahrerkabine. Am Gebergerät unterhalb des Schalthebels kann der Fahrer mittels eines Kippschalters zwischen den Einstellungen “A” (= automatisiert) und “M” (= manuell) wählen. Dies ist ein großer Vorteil im Gerätebetrieb und auch bei Einsätzen unter schwierigen Geländebedingungen, denn mit AutomaticShift ist somit auch das “Freischaukeln” im Gelände weiterhin uneingeschränkt möglich. Die Motordrehzahl wird beim Anfahren elektronisch im Leerlauf bei rund 700/min gehalten; erst nach erfolgtem Kraftschluss werden Drehmoment und Drehzahl automatisch der Stellung des Fahrpedals angepasst.

Im Automatik-Modus wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Lastzustand, dem Betriebszustand des Motors, der Fahrpedal-Stellung sowie den ermittelten Daten zu “Steigung/Gefälle” und “Motorbremse ein-/ausgeschaltet” automatisch der “richtige” Gang ausgewählt. Dann werden die entsprechenden Schaltvorgänge eingeleitet und durchgeführt. Dadurch gibt es beim Anfahren, Anhalten, Rangieren und bei schnellen Gangwechseln kein Kuppeln durch den Fahrer und somit auch keine Fehlbedienung bzw. kein Verschalten mehr. In Verbindung mit der serienmäßigen Wendeschaltung EQR (“Electronic Quick Reverse”) ist ein schnelles und bequemes Vorwärts-Rückwärts-Rangieren möglich, da zum Umschalten nicht angehalten werden muss: Nach der Aktivierung von EQR und der Richtungs-Vorwahl über eine Schaltwippe erfolgt automatisch die Umschaltung bei Fahrgeschwindigkeiten unter 6 km/h. Im Gerätebetrieb kann bei konstanter Motordreh­zahl mit AutomaticShift dennoch jederzeit geschaltet werden.

Im manuellen Modus erfolgt die Gangwahl wie gewohnt über den Schalt­knauf der EPS-Schaltung: Der Fahrer wählt den Gang, und die Bestätigung der Gangwahl sowie der Kupplungsvorgang selbst erfolgen dann automatisch. Aber auch im automatisierten Modus kann der Fahrer jederzeit manuell eingreifen. Betätigt der Fahrer den Schalter für die Arbeitsdrehzahl-Regelung, wird automatisch der manuelle Modus eingelegt, ebenso beim Einsatz von Zapfwelle und Arbeits- bzw. Kriechganggruppe. Bei Gelände- und Feuerwehr-Einsätzen wird aus Sicherheitsgründen abseits der Straße – vor allem bei Bergfahrten und Fahrten im Gefälle – im manuellen Modus mit abgeschaltetem ABS gefahren, da auf diese Weise kein ungewollter Gangwechsel und keine unbeabsichtigte Triebstrang-Unterbrechung erfolgen können.

Als zusätzliche Möglichkeit bietet sich dem Fahrer auch bei eingebautem AutomaticShift weiterhin die konventionelle Lösung, mit EPS und Kupplungspedal zu fahren: Im Fußraum befindet sich auf der linken Seite ein klapp- und entriegelbares Kupplungspedal. Es ist jedoch nur für die Einsatzfälle vorgesehen, in denen der Fahrer die Kupplung bewusst trennen oder schließen will – zum Beispiel bei steilen Bergauffahrten oder beim Ankup­peln von Geräten am Hang.

ISOBUS: Optimierte und vereinfachte Gerätebedienung


ISOBUS im Unimog - Optimierte und vereinfachte Gerätebedienung:
ISOBUS ist eine neue, weltweit standardisierte Daten-Schnittstelle
zur Optimierung von Gerätewechseln, Gerätebedienung und Gerätesteuerung

ISOBUS ist eine neue, weltweit standardisierte Daten-Schnittstelle zur Op­timierung von Gerätewechseln, Gerätebedienung und Gerätesteuerung sowie des Antriebs-Managements von An- und Aufbaugeräten. Der Datenaustausch zwischen dem Fahrzeug und allen daran montierten Geräten erfolgt dabei über ein einziges Bedien-Terminal in der Mittelkonsole der Fahrerkabine. Dieses Bedien-Terminal ersetzt all die bis­lang für jedes einzelne Gerät separat erforderlichen unterschiedlichen Bedienpulte.

Das über eine ISO-CAN-Steckdose in der Fahrerkabine installierte ISOBUS-Terminal erkennt beim Gerätewechsel ein ISOBUS-Anbaugerät selbstständig und generiert die entsprechende Bedienoberfläche auf dem Display. Ab diesem Zeitpunkt findet automatisch ein perma­nenter Datenaustausch und -abgleich zwischen dem Unimog-Geräteträger und den Geräten statt. Die fahrzeuginterne CAN-Bus-Vernetzung von Sensoren an Motor, Getriebe, Hydraulik, Leistungshydraulik VarioPower etc. wird damit um die Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und seinen An- bzw. Aufbaugeräten erwei­tert. Bedient und gesteuert werden die Geräte über das neue Terminal und/oder über einen in der Gestaltung modifizierten Hydraulik-Joystick. Auf diesem sind zusätzliche Hydraulik-Taster integriert, die flexibel belegt und für die Steuerung unter­schiedlicher Geräte eingesetzt werden können. Dabei kann der Fahrer stets direkt eingreifen und am Bedien-Terminal die wesentlichen Parameter - beispielsweise bei Winterdienst-Kombi­nationen die Streubreite, die Streumenge etc. - ändern.
Das ISOBUS-System erkennt selbsttätig die vom Gerät geforderten fahrzeugseitigen Konfigurationen, beispielsweise hydraulische Fördermengen etc., und stellt diese dann zur Verfügung. Der ISOBUS im Unimog übernimmt somit je nach Bedarf folgende Funktionen: Die Gerätebedienung und Gerätesteuerung, die Geräte-Antriebsregelung sowie die Betriebsdaten-Erfassung mittels GPS-Antenne und MultiMe­dia­Card. Ebenso kann das ISOBUS-Bedien-Terminal als Monitor für die Rückfahr-Kamera genutzt werden. Da die “Architektur” des ISOBUS-Systems offen für Erweiterungen ist, sind viele zusätzliche Funktionen möglich, zum Beispiel der Datenaustausch über Mobilfunk (GSM) oder die Durchführung von Ferndiagnosen zur Vor-Ort-Unterstützung.


Die “Unimog-Mähtür”: Arbeitserleichterung für den Bediener von Mähgeräten
Eine Innovation ist die ab Werk erhältliche und speziell für Mäheinsätze entwic­kelte “Mähtür” auf der rechten Fahrzeugseite. Sie ist voll verglast und aus Wärmedämmendem Verbund-Sicherheitsglas gefertigt, verfügt über Parallelarm-Scheibenwischer sowie eine eigene Scheibenwaschanlage und ist beheizbar. Sie ist kombiniert mit einem um 90° drehbaren Sitz für den Bediener des Mähgerätes, der damit eine bequeme Sitzposition einnehmen kann und eine optimale Sicht auf das Arbeitsgerät hat. Der Drehsitz ist in Stufen von 10° individuell einstell- bzw. dreh- und arretierbar. Dem Bediener wird damit neben einem Plus in der Bediensicherheit der Geräte ein zusätzliches Raumangebot offeriert. Dieser zusätzliche Raum steht sowohl in der nur 10° schrägen Sitzposition im Ein-Mann-Betrieb als auch bei um 90° gedrehtem Drehsitz bei der Zwei-Mann-Bedienung zur Verfügung, wobei aus jeder Position eine hervorragende, direkte Sicht auf den Mähkopf bzw. die Mähköpfe besteht. Dieser Sitz ist mit einem integrierten 3-Punkt-Si­cher­heitsgurt für die “Fahrposition" des Bei­fahrers sowie einem zusätzlichen im Sitz integrierten Beckengurt für dessen “Bedienerposition” ausgestattet. Die Ausstattung wird ergänzt durch zwei verstell- und abklappbare Armlehnen, die auch für den Anbau der Armlehnen-Gerätesteuerung geeignet sind.

Quelle: DaimlerChrysler Media Services
Eingestellt: Klaus Kaffler
 

Automatisierte Schaltung für Mercedes-Benz Unimog

         Bequemes Schalten der Gänge ohne Kupplungsbetätigung mit dem Elektronisch Automatisierten Schaltgetriebe “AutomaticShift”

         Ab sofort auf Wunsch in beiden Unimog-Produktlinien verfügbar

         Wirtschaftliches Arbeiten und sichere Arbeitsbedingungen mit ho­hem Bedienkomfort und minimalem Verschleiß

Stuttgart/Wörth – Ab sofort steht das Elektronisch Automatisierte Schalt­getriebe “AutomaticShift” für die geländegängigen Unimog-Geräteträger U 400 und U 500 sowie für alle hochgeländegängigen Fahrgestelle aus der Baureihe U 3000 – U 5000 zur Verfügung. Der Preis für diese Sonder­aus­stattung, die sichere und bequeme Schaltvorgänge ohne Kupplungsbe­tä­ti­gung ähnlich einem Automatikgetriebe ermöglicht, liegt mit 2 850 Euro weit unter dem Preis eines Nutzfahrzeug-Automatikgetriebes. Zudem wirkt sich AutomaticShift günstig auf die Belastung des Triebstrangs, die Lebens­dauer der Kupplung sowie die Betriebskosten bei Wartung und Kraftstoff-Ver­brauch aus, da der Kupplungsverschleiß auf das absolute Minimum re­du­ziert wird und die Elektronik in den jeweils günstigsten Drehzahlbereich schaltet.

Das über einen CAN-BUS gesteuerte “AutomaticShift”-System funktioniert ähnlich der bereits aus den Mercedes-Benz-Schwerlastwagen der Actros-Baureihe be­kannten Elektronisch Automatisierten Schaltung (EAS). Es au­tomatisiert alle Kupplungsvorgänge und steuert so selbsttätig das Ein­kup­peln beim An­fahren, das Auskuppeln beim Anhalten sowie das Auskup­peln, Schalten und Einkuppeln beim Gangwechsel. Dies hat eine erhebliche Ent­lastung des Unimog-Fahrers bei allen schaltintensiven Einsätzen und damit ein Plus an Sicherheit zur Folge: Der Fahrer kann sich voll und ganz auf seine eigentliche Aufgabe - das Fahren - konzentrieren, und seine Hände bleiben während der Arbeit am Lenkrad. Er kann dabei aber jederzeit zwischen automatisierten und manu­ellen Schaltvorgängen wählen.

Mit AutomaticShift betätigt der Fahrer nur noch zwei Pedale - das Fahr- und das Bremspedal im Fußraum der Fahrer­kabine. Am Geber­gerät unterhalb des EPS-Schalthebels kann der Fahrer mittels eines Kippschalters zwischen den Einstellungen “A” (= automati­siert) und “M” (= manuell) wählen. Dies ist ein großer Vorteil im Gerätebe­trieb und auch bei Einsätzen unter schwie­rigen Ge­lände­bedingungen, denn mit AutomaticShift ist beispiels­weise das “Freischaukeln” im Gelände weiterhin uneingeschränkt möglich. Die Motor­drehzahl wird beim Anfahren elek­tronisch im Leerlauf bei ca. 700/min ge­halten; erst nach erfolgtem Kraft­schluss werden Drehmoment und Drehzahl automatisch der Stellung des Fahrpedals angepasst. Ist Höchstleistung in Sachen Mo­tordrehzahl ge­fragt, steht die Kick-Down-Funktion zur Verfü­gung. Und noch ein weiterer Vorteil: AutomaticShift ist rund 200 kg leichter als ein Nutzfahrzeug-Automa­tikgetriebe, so dass die Nutz­last des Unimog in keinster Weise eingeschränkt wird.

Im Automatik-Modus wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Lastzustand, dem Betriebszustand des Motors, der Fahrpedal-Stellung sowie den ermit­telten Daten zu “Steigung/Gefälle” und “Motor­bremse ein-/ausgeschaltet” auto­matisch die Wahl des richtigen Ganges getroffen. Dann werden die entspre­chenden Schaltvorgänge eingeleitet und durchgeführt. Dadurch gibt es beim Anfahren, Anhalten, Rangieren und bei schnellen Gangwechseln kein Kuppeln durch den Fahrer und somit auch keine Fehlbedie­nung bzw. kein Verschalten mehr. In Ver­bindung mit der serienmäßigen Wendeschaltung EQR (“Elec­tronic Quick Reverse”) ist ein schnelles und be­quemes Vorwärts-Rück­wärts-Rangieren möglich, da zum Umschalten nicht angehalten wer­den muss: Nach der Akti­vierung von EQR und der Richtungs-Vorwahl über eine Schaltwippe erfolgt automatisch die Umschaltung bei Fahrgeschwin­digkei­ten unter 6 km/h. Im Gerätebetrieb kann bei konstanter Motor­dreh­zahl mit AutomaticShift dennoch jeder­zeit geschaltet werden.

Im manuellen Modus erfolgt die Gangwahl wie gewohnt über den Schalt­knauf der EPS-Schaltung: Der Fahrer wählt den Gang, die Bestätigung der Gangwahl und der Kupplungsvorgang selbst erfolgen dann automatisch. Auch im automatisierten Modus kann jederzeit manuell eingegriffen wer­den. Betätigt der Fahrer den Schalter für die Arbeitsdrehzahl-Regelung, wird au­tomatisch der manuelle Modus eingelegt, ebenso beim Einsatz von Zapf­welle und Arbeits- bzw. Kriechganggruppe. Bei Gelände- und Feuerwehr-Einsätzen wird aus Sicherheitsgründen abseits der Straße - vor allem bei Bergfahrten und Fahrten im Gefälle - im manuellen Modus mit abgeschalte­tem ABS gefahren, da auf diese Weise kein ungewollter Gangwechsel und keine unbeabsichtigte Triebstrang-Unterbrechung erfolgen können.

Als zusätzliche Möglichkeit bietet sich dem Fahrer auch bei ein­gebautem AutomaticShift weiterhin die konventionelle Lösung, mit EPS und Kupp­lungspedal zu fahren: Im Fußraum befindet sich auf der linken Seite ein klapp- und entriegelbares Kupplungspedal. Es ist jedoch nur für die Ein­satzfälle vorge­sehen, in denen der Fahrer die Kupplung bewusst trennen oder schließen will - zum Beispiel bei steilen Bergauffahrten oder beim Ankuppeln von Gerä­ten am Hang.

Quelle: DaimlerChrysler Media Services
Eingestellt: Klaus Kaffler
 

Stuttgart/Rastatt, 19.08.2003


Mercedes-Benz Unimog überzeugt 600 Brand- und Katastrophenschützer aus aller Welt

·        Internationales Symposium - Retten, Löschen und Bergen mit
dem Mercedes-Benz Unimog
 

·        Produktbereich Unimog zeigt gemeinsam mit Unimog-Geräte-System-Partnern und Spezial-Aufbauherstellern Aus­rüstungspa­kete für gezielte, effiziente Brand- und Katastrophen-Einsätze
 

·        Serienanlauf des Unimog U 5000 im Werk Wörth

 

Stuttgart/Rastatt – Beim “Internationalen Symposium für Waldbrand-Be­kämpfung und Katastrophenschutz” im Kundencenter des DaimlerChrysler-Werks Rastatt und in der Kiesgrube Ötigheim (bei Rastatt), dem schwersten Off-Road-Testgelände Europas, hat der Mercedes-Benz Unimog sein breit gefächertes Einsatzspektrum beim Retten von Menschenleben, Löschen schwierigster Brände und Bergen von Gütern in Form einer Viel­zahl realitätsnaher Einsatzdemonstrationen unter Beweis gestellt. Veranstalter war der zum Geschäftsbereich Mercedes-Benz Lkw der DaimlerChrysler AG gehörende Produktbereich Unimog. Vor den über 600 geladenen Fachleuten von Feuerwehren, Polizei, Notärzten, Technischen Hilfswerken und anderen Hilfs-, Brand- und Katastrophenschutz-Organisationen aus aller Welt hat zeitgleich im Werk Wörth der DaimlerChrysler AG der Serien­anlauf des U 5000, des leistungsstärksten Unimog aus der Produktlinie der hochgelän­degängigen Fahrgestelle und Transportfahrzeuge, stattgefunden.

Der Mercedes-Benz Unimog ist ein unverzichtbares Mitglied der breit gefächerten Feuerwehr- und Katastrophen­schutz^-Fahrzeugpalette von Daimler­Chrysler. Dieses weltweit einsetzbare und seit Jahrzehnten erprobte Lösch- und Katastrophenschutz-Fahrzeugkonzept bietet eine Vielfalt zusätzlicher Nutzungsmöglichkeiten bei den Feuerwehren, den Technischen Hilfswerken, der Polizei, dem Roten Kreuz und anderen Hilfsdiensten.

Insge­samt 17 Fahrzeuge aus der geländegängigen Geräteträger-Baureihe Uni­mog U 300 bis U 500 und der hochgeländegängigen Fahrgestell-Bau­reihe Unimog U 3000 bis U 5000 sowie zwei weitere Unimog-Einsatzfahrzeuge mit den Typ-Bezeichnungen U 1550 L und U 2150 L aus der früheren Schweren Unimog-Baureihe - alle ausgerüstet mit landesspezifischen Spezialaufbauten internationaler Aufbau-Hersteller sowie Rettungs- und Ber­gungsgeräten der europäischen Unimog-Geräte-System-Partner – haben eindrucksvoll demonstriert, was der Unimog unter extremen Einsatz- und Ge­ländebedingungen bei der Waldbrand-Bekämpfung, der Schadensbehe­bung nach Hochwasser, Stürmen und Erdbeben sowie bei Rettungsaktionen nach Un­fällen zu leisten im Stande ist. Die spannungsfreie Aufbau-Lage­rung, bis zu 160 kW (218 PS) Motorleistung, die serienmäßige elek­tronisch-pneu­mati­sche Telligent-Schaltung mit acht Vorwärts- und sechs Rück­wärts­gängen sowie das “Electronic Quick Reverse”-System (EQR) für schnelle Wendemanöver in kritischen Situationen sind hier nur einige Bei­spiele aus der Serienausstattung. Neben der serienmäßigen Einzelkabine stehen auch Dop­pelkabinen für Mannschaftstransporte bis zu sechs Personen zur Wahl.

Beide Produktlinien des Mercedes-Benz Unimog sind prädestiniert für Ein­sätze unter schwierigen Bedingungen. Es gibt kaum eine Situation im Rahmen der Brandbekämpfung, des Katastrophenschutzes und der Ret­tungs­dienste, die von diesen äußerst geländegängigen Fahrzeugen nicht ge­mei­stert werden könnte.

In enger Zusammenarbeit mit qualifizierten Auf­bau-Herstellern ist vor allem mit den hochgeländegängigen Fahrgestellen und Transportfahr­zeugen der Baureihe U 3000 – U 5000 ein speziell auf die landesspezifischen Bedürf­nisse und Vorschriften der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes zu­geschnittenes Konzept realisiert worden, des­sen Basis ein leistungs­starker Antriebstrang ist. Der Unimog kann dabei zum schweren Einsatzfahrzeug für die Waldbrand-Bekämpfung und/oder für technische Hilfeleistungen ausgerüstet und/oder mit schweren Aufbauten wie Kränen oder Hubar­beitsbühnen ver­sehen werden. Durch seine flexiblen Nutzungsmöglichkeiten kann der Mercedes-Benz Unimog sowohl als allradgetriebenes Tanklöschfahrzeug auf und abseits der Straße, als Schlauchwagen VW 2000-TR, als Rettungswa­gen, als mobile Werkstatt-Station, als Kommando-Zentrale mit Funkeinrichtung oder als Tankwagen eingesetzt werden.

Neben ausführlichen Informationen zur Technik und zu den Einsatzmöglich­keiten des Unimog standen praxisbezogene Vorträge von Col. Lt. Didier Besson (Leiter der Feuerwehrzentrale Royan im Südwesten Frankreichs) und Helmut Moser (Allrad-Fahrtrainer und Herausgeber/Chefredakteur der Zeit­schrift “4 Wheel Drive” aus Wels/Österreich) im Fokus des Interesses. “Ohne unsere Unimog wären wir in vielen Situationen hilflos gewesen” – mit dieser Aus­sage hat dabei Besson den anwesenden Fachteilnehmern deutlich gemacht, wie wichtig die richtige “Ausrüstung” beim Kampf gegen Feuer und andere Katastrophen ist. Vornehmlich mit der Eindämmung bzw. Bekämpfung schwerster Waldbrände in den Som­mermonaten beschäftigt, hob Besson neben den technischen Konzept-Merkmalen und der Zuverläs­sig­keit “seiner” Unimog-Einsatzfahrzeuge vor allem die weltweit einzigartige Fähigkeit der Unimog U 3000 bis U 5000 hervor, dank Ganzstahl-Fahrerkabine und spezieller Selbstschutz-Anlage direkt in die Brände hineinfahren und dadurch gezielt Schneisen legen zu können. Als Tanklöschfahrzeuge werden diese Unimog vor allem für Schnellangriffe eingesetzt. Allein in Frankreich sind mehr als 1 000 speziell für diesen Einsatz­zweck ausgerüstete Unimog im Einsatz, die bis zu 5 000 Liter Löschwasser mitführen können.

Bei sämtlichen Vorführungen in der Kies­grube Ötigheim haben die Unimog-Einsatzfahrzeuge die anwesenden Feuerwehrleute und Katastrophenschützer überzeugt. Großes Interesse fand im Kreis der internationalen Brand- und Katastrophenschutz-Experten der neue Unimog U 5000, der leistungs­stärkste Vertreter der Unimog-Baureihe U 3000 – U 5000 mit 12,5 t zuläs­sigem Gesamtgewicht (bei der Feuerwehr bis zu 14,1 t), einer Nutzlast von 5 t und einem 160 kW/218 PS starken Turbodiesel-Motor OM 924 LA. Aber auch die geländegängigen Geräteträger U 300, U 400 und U 500 mit der breit gefächerten Leistungspalette ihrer 4- und 6-Zylinder Euro 3-Motoren von 110 kW/150 PS bis 205 kW/280 PS glänzten in realitätsnahen Ein­satzdemonstrationen - als Tankfahrzeug für die Trinkwasser-Versorgung, als Schlauchwagen, mit Kran und/oder Winde, als Waldbrand-Lösch­fahrzeug, als Hochdruck-Reinigungseinheit oder in der Ausrüstung mit einem Bagger­lader oder einer speziellen Sandsack-Abfüllmaschine für den Hochwasser-Katastropheneinsatz.

Quelle: DaimlerChrysler Media Services
Eingestellt: Klaus Kaffler
 

Stuttgart/Wörth, 10.03.2003
Offizielle Schneeräumer bei der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz
  • 18 Mercedes-Benz Unimog und Mercedes-Benz Actros haben zur Sicherheit auf den Zufahrtstraßen beigetragen

15 Unimog-Geräteträger von Mercedes-Benz, die vornehmlich aus der Produktlinie U 300 – U 500 stammen, sowie drei Allradgetriebene Lkw aus der Schweren Lkw-Baureihe Mercedes-Benz Actros haben den reibungslosen Verkehr auf den rund 90 Kilometer Straßen rund um St. Moritz sicher gestellt, als dort vom 2. bis 16. Februar 2003 die diesjährige Alpine Ski-Weltmeisterschaft stattgefunden hat. Sie sorgten in dem eidgenössischen Wintersport-Mekka für sichere Zufahrten zu der eigens für diese WM geschaffenen Infrastruktur. Die Zufahrtswege führten dabei zumeist über extrem steile Abschnitte zu den einzelnen Wettkampfstätten. 400 Athleten aus 60 Nationen kämpften in St. Moritz (rechtlich geschützter Markenname: „Top of the World“) um den WM-Titel in insgesamt zehn Wettbewerben. Die erste richtige Bewährungsprobe bot sich für die Fahrzeuge bereits zu Beginn der ersten Wettkampfwoche, als in einer einzigen Nacht rund 25 cm Neuschnee fielen.

Die 15 Unimog-Geräteträger sind vom Produktbereich Unimog, der für das Unimog-Geschäft in der Schweiz zuständigen Robert Aebi AG, der Gemeinde St. Moritz sowie den Nachbargemeinden Pontresina, Celerina, Samedan und Silvaplana zur Verfügung gestellt worden. Die "WM-Unimog" waren zuvor für ihre Schneeräum-Einsätze zumeist mit Schneepflügen und Frässchleudern des Geräte-System-Partners Schmidt Winterdienst und Kommunaltechnik aus St. Blasien ausgerüstet worden. Das Bauamt St. Moritz selbst setzte einen Unimog U 400 mit Pflug/Streuer-Kombination, einen Unimog U 140 mit Schneepflug und Eiskratzer sowie einen "Veteranen" vom Typ U 1000 aus der früheren Schweren Unimog-Baureihe zur Schneeräumung ein. Die Actros Allrad-Lkw vom Typ 3340 AK 6x6 und 1838 AK 4x4, ebenfalls Fahrzeuge aus dem Bestand der Gemeinde St. Moritz sowie der DaimlerChrysler Schweiz AG, zeichneten sich dabei in erster Linie beim Abtransport der Schneemassen des Räumdienstes aus. Weder topografische, noch wetterbedingte Einflüsse stellten dabei den vom Bauamt St. Moritz organisierten Räumdienst vor größere Probleme.

Neben der ständigen Räumung und Streuung der Zufahrts- und Gemeindestraßen mussten von den eingesetzten Winterdienst-Unimog gleichzeitig auch die Parkplätze rund um die WM frei gehalten werden. St. Moritz hatte eigens für die WM zusätzlich 2 500 Parkplätze geschaffen, die in der ganzen Umgebung von Silvaplana bis Samedan und in Pontresina eingerichtet worden waren. Die mit dem Pkw angereisten Fans konnten von diesen Parkplätzen aus bequem mit Shuttle-Bussen direkt zu den Wettkampfstätten fahren. Im Linien- und Shuttleverkehr kamen während der WM ausschließlich Postbusse der schweizerischen PTT (Postbus Schweiz) zum Einsatz, da die schmalen Bergstraßen zum Skistadion und den Zuschauerrängen am St. Moritzer Hausberg Corviglia keine größeren Fahrzeuge zulassen und private Anfahrten per Pkw untersagt waren. Im Verlauf der zweiwöchigen Veranstaltung wurden so mehr als 160 000 Zuschauer, 10 000 Akkreditierte (Funktionäre, Sponsoren etc.), 400 Athleten und 2 000 Medienvertreter, darunter 15 Fernseh-Teams, aus aller Welt zwischen St. Moritz und dem über 2 000 m hoch gelegenen Skigebiet Salastrain transportiert.

Quelle: DaimlerChrysler Media Services
Eingestellt: Klaus Kaffler

  Stuttgart/Bayreuth, 23.01.2003


Unimog und Geräte-System-Partner TIME Versalift ermöglichen Arbeitseinsätze unter Stromspannung

·        Geländegängiger Unimog U 500 mit Reifendruck-Regelanlage und TIME Versalift-Hubarbeitsbühne für Servicearbeiten unter Spannung auf und abseits der Straße am 25 000 km langen Freilei­tungsnetz der E.ON Bayern

·        Spezial-Hubarbeitsbühne mit US-HighTech sowie Unimog-Trägerfahrzeug bis zu einer Spannung von 69 000 Volt isoliert

·        E.ON Bayern übernimmt damit in Deutschland Vorreiterrolle bei einer in anderen Ländern bereits vielfach bewährten Service-Technologie

 

Stuttgart/Bayreuth – E.ON Bayern setzt für Montage- und Wartungsarbeiten am Hochspannungs-Stromnetz in Bayern einen geländegängigen Unimog-Geräteträger des Typs U 500 ein. Das Fahrzeug aus der Produktlinie U 300 – U 500 ist mit einer neuen Spezial-Hubarbeitsbühne des US-amerikanischen Her­stellers und Unimog-Geräte-System-Partners TIME Versalift ausgerüstet. Das Besondere an dieser bislang in Deutschland einmaligen Kombination ist, dass Fahrzeug und Aufbaugerät bis zu einer Spannung von 69 000 Volt völlig isoliert sind. Dies ermöglicht Service- und Wartungsarbeiten an den Mittelspannungs-Freileitungen (MS) des bayerischen Stromnetzes, die unter einer Spannung von bis zu 20 000 Volt stehen, ohne die bisherige Notwendigkeit des Abschaltens des gesamten Netzes bzw. einer Wegnahme der Spannung während der Durchführung der Arbeiten. Zudem erreicht der geländegängige Unimog dank seines permanenten Allradantriebs jeden Einsatzort an den oft weit im Gelände verteilten Strommasten und -leitungen schnell und ohne Probleme.

Arbeiten unter Spannung stellen für die Stromlieferanten in Deutschland eine noch recht junge Technologie dar, die jedoch in zahlreichen Ländern Europas bereits erprobt wurde und sich dabei bewährt hat. Ein Beispiel ist das Energie-Unternehmen Scottish Power in Großbritannien. Vor geraumer Zeit wurde die neue Technologie von Vertretern der E.ON Bayern in einem Gespräch mit Fachleuten des britischen Energieunternehmens, das für derartige Arbeiten seit Jahren auf den Mercedes-Benz Unimog setzt, diskutiert. Anschließend wurde die Einführung bei E.ON Bayern als erstem Energie-Lieferanten in Deutschland beschlossen.

Die Monteure der E.ON Bayern absolvieren täglich bis zu vier Arbeitseinsätze unter Spannung (AuS) in einer Höhe von bis zu rund 19 Metern an Mittelspannungs-Freileitungen, die bis zu 20 000 Volt Stromspannung für Privathaushalte und Industrie führen. Dieser Job sieht nicht nur höchst gefährlich aus - er hat auch für die Fachleute in Wartung und Service des 25 000 km langen Netzes zwar alle Schrecken verloren, nicht aber den Re­spekt. Eine mehrfach potenzierte Sicherheit bis 69 000 Volt – die im Ab­nahmetest sogar mit 120 000 Volt gefahren wird – schützt die AuS-MS-Mannschaft, den Unimog U 500 und seine hochisolierte TIME Versalift-Hubarbeitsbühne. Der Vorteil liegt darin, dass die meisten Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Mittelspannungs-Freileitungen (MS) ohne Unter­brechung der Stromversorgung für die Kunden durchgeführt werden können. Möglich machen dies die höchstmögliche Isolierung von Fahrzeug und Aufbau. Die TIME Versalift-Hubarbeitsbühne mit 19 m Arbeitshöhe, bis zu 900 kg Tragkraft und zwei Arbeitskörben sowie einem Vollisolierten Greifarm, der unter Spannung eingesetzt werden kann, besitzt zusätzlich eine Reihe von Staufächern für Geräte und Arbeitsmaterial. Beim Geräteträger handelt es sich um den geländegünstigen Unimog U 500 mit 14,3 t Gesamtgewicht und dem bewährten leistungsstarken 6-Zylinder-Reihenmo­tor OM 906 LA mit Ladeluftkühlung und 205 kW/280 PS Leistung. Als einzige, aber wichtige Sonderausstattung sind die Unimog der E.ON Bayern zusätzlich zum permanenten Allradantrieb mit einer Reifendruck-Regelanlage (tire-control) ausgerüstet worden, die sich vor allen Dingen bei nassen und schweren Böden als ideale Voraussetzung für den Geländeeinsatz unter schwierigen Bedingungen erweist. “Der Unimog U 500 ist als geländegängiger Geräteträger für uns eine zukunftsweisende Technologie, die in Verbindung mit der Versalift-Hubarbeitsbühne eine bisher nicht gekannte Einsatzvielfalt und Flexibilität auch bei Störfällen ermöglicht”, sagt Norbert Bursian, in der Regionalleitung Oberfranken der E.ON-Bayern in Bayreuth zuständiger Koordinator für den Einsatz der Fahrzeuge und die Servicearbeiten vor Ort im gesamten Versorgungsgebiet.

Das Besondere an dieser Hubarbeitsbühne ist die hohe Kompetenz und die große Erfahrung, die der US-Hersteller mit seinem europäischen Werk in Dänemark auf dem Gebiet der Isolation von Fahrzeugen, Hubarbeitsgeräten und den dazugehörigen Arbeitskörben einbringt. “Kein deutscher Hersteller konnte uns das liefern, was die deutschen Sicherheitsnormen für derartige Einsätze fordern”, betont Norbert Bursian. Die Arbeiten unter Spannung sind bisher zwar noch als Pilotprojekt einzustufen, aber die wirt­schaftli­chen Vorteile überwiegen schon heute. Ein Abschalten der betroffenen Versorgungsleitung, die Benachrichtigung der Kunden über den an­stehenden Stromausfall, die aufwändige Installation von Notstrom-Aggregaten sowie die umfangreichen und kostenintensiven Schaltarbeiten in der Gruppenschaltleitung sind mit dieser Arbeitskombination jetzt nicht mehr erforderlich. Welcher Zeitauf­wand für die Reparaturarbeiten auch immer anfällt, der Strom kann ungehindert über die zu reparierende Leitung weiter fließen.

Quelle: DaimlerChrysler Media Services
Eingestellt: Klaus Kaffler
 

  Stuttgart/Wörth, 21.01.2003


Mercedes-Benz Unimog jetzt in Nordamerika am Markt

·        Unimog-Typ U 500 wird jetzt auf dem nordamerikanischen Markt unter der eigenständigen Marke “Unimog” angeboten

·        Fahrzeug-Konzept in nur zwölf Monaten auf die Erfordernisse des nordamerikanischen Marktes abgestimmt und adaptiert

·        Vier Händlernetze für den Vertrieb der Marke Unimog über die DaimlerChrysler-Tochtergesellschaft Freightliner LLC

·        30 Unimog U 500 sind soeben an die Vertriebsmannschaft der nord­amerikanischen Freightliner LLC übergeben worden

 

Stuttgart/Wörth - Die DaimlerChrysler AG, weltweit größter Nutzfahrzeug-Hersteller im Gewichtssegment über 6 t zGG, führt jetzt den Unimog auf dem nordamerikanischen Markt ein. Ab Januar 2003 wird der Unimog-Typ U 500 aus der geländegängigen Geräteträger-Baureihe U 300 bis U 500 in den USA und in Kanada über die Händlernetze der 100-prozentigen Daimler­Chrysler-Tochtergesellschaft Freightliner LLC sowie deren Gesellschaften Sterling, Western Star und American LaFrance vertrieben werden. Die Schwerpunkte bei den Unimog-Einsatzbereichen in den USA und Kanada liegen auf den Gebieten des kommunalen Einsatzes wie Winterdienst, Sommerdienst und der Waldbrand-Bekämpfung mit Feuerwehr-Aufbauten von American LaFrance. Weitere Aufgabenfelder sind die Bau- und Energiewirtschaft sowie der Zweiwege-Einsatz (Schiene/Straße).

Mit hoher Professionalität wurde in einem Zeitraum von nur 12 Monaten der Unimog-Typ U 500 “amerikanisiert”. Die Fahrzeugtechnik ist dabei auf die Erfordernisse des nordamerikanischen Marktes und seine gesetzlichen Bestimmungen abgestimmt worden. Die künftigen Vertriebswege sind entsprechend geschaffen worden: Die DaimlerChrysler-Tochtergesellschaft Freightliner hat für den Unimog-Vertrieb eigens eine separate Abteilung – das Freightliner Unimog Department unter der Leitung von Bob McTernan - geschaffen, die für Marketing, Vertrieb und After Sales Service in den USA und in Kanada verantwortlich zeichnet. Zusätzlich werden auch die Vertriebsnetze der Freightliner-Töchter Sterling, Western Star und des Feuerwehr-Aufbauherstellers American LaFrance genutzt. Die Fronthaube der US-Version des U 500 ziert der Unimog-Schriftzug, da “Unimog” in Nordamerika als eigenständige Marke angemeldet ist und vertrieben wird.

Mitte November 2002 lief der erste Unimog U 500 für Nordamerika im Lkw- und Unimog-Montagewerk in Wörth (Rheinland-Pfalz) vom Band. Hans-Jürgen Wischhof, Leiter des Produktbereichs Unimog innerhalb des Geschäftsbereichs Mercedes-Benz Trucks der DaimlerChrysler AG, übergab den mit dem US-Sternenbanner sowie der kanadischen Nationalflagge mit dem “Maple Leaf” (Ahornblatt) geschmückten U 500 an Bob McTernan, den Leiter des Freightliner Unimog Departments bei Freightliner LLC, sowie die regionalen Vertriebsbeauftragten, die nach einer intensiven Schulung in Deutschland künftig für den Vertrieb des Unimog in Nordamerika zuständig sind.

Freightliner ist seit vielen Jahren mit dem Unimog-Geschäft durch einen Großauftrag an die US-Army vertraut: Ab 1986 sind 2 500 Unimog des Typs U 419 als Pionier-Fahrzeuge geliefert worden. Danach gab es immer wieder Einzelgeschäfte. So gingen mehrere Unimog-Einheiten über den “Großen Teich”, die zum Beispiel in amerikanischen Nationalparks sowie bei den Verkehrsbetrieben in Chicago als Zwei-Wege-Fahrzeuge für den kombinierten Straßen- und Schieneneinsatz eingesetzt werden. Hans-Jürgen Wischhof sieht daher für den Unimog U 500 gute Absatzchancen in Nordamerika: “Wir sind zuversichtlich, dass wir in diesem neuen Markt dank der Kooperation mit Freightliner und der Zusammenarbeit mit den Geräte-System-Partnern Assaloni, Bucher-Schörling, Giletta, Mualag, Schmidt und Tenco schnell Fuß fassen werden.”

Quelle: DaimlerChrysler Media Services
Eingestellt: Klaus Kaffler

News-Ticker 2002 / 2004

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